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Wintercamping an der Zugspitze

Aktualisiert: 7. Jan 2018

Wir lieben das Reisen im Wohnmobil zu allen Jahreszeiten. Da wir gerne spontan unserer Route folgen, reservieren wir nur sehr ungern einen Platz, so auch an Weihnachten 2017.


Es wird nicht einfach sein einen Platz zu finden, der uns mit Schnee, Sonne und einer Aussicht auf die Berge beschenkt..wenn alle anderen Camper bereits im Sommer ihren Platz gebucht haben. Dennoch glaubten wir ganz fest daran, es zu schaffen...außerdem ist der Weg ja das Ziel...Tata..!


Die Vorfreude auf Schnee, Berge und blauen Himmel war so groß, dass wir uns auf den Weg Richtung Bayern machten. Dort versprach uns der Wettergott. Sonne und Schnee, also ein weißer Weihnachts-traum?


Denn auf meiner Wunschliste stand, einmal die Zugspitze hoch und wieder zurück - ein weiterer LebensReiseWunsch. Wir freuen uns, dass wir noch eines der letzten Plätzchen mit Aussicht auf dem Top Stellplatz 'Wohnmobilhafen Zugspitzblick' bekommen haben, der in Grainau auf dem drei Sterne Camping Erlebnis Platz lag, denn auch hier war schon seit Monaten alles ausgebucht.

Zügig wollten wir unser Rolling Home in Position mit Blick auf die Zugspitz ausrichten und den ersten Weihnachtsabend unseres Lebens im Wohnmobil feiern, es war kurz vor Feierabend. Ich eilte zur Rezeption, um schnell unser Fleckchen Heimathafen mit Bergblick zu besetzen. Ein weiteres Übungsfeld, denn auch hier zählt der Leitsatz: In der Ruhe liegt die Kraft. Das erfahren wir jedoch erst später!


Mittlerweile sind Jörg und ich ein eingespieltes Team, was das Ankern anbelangt.

Ich bin für die Lage, er für die Stellung zuständig. Wichtig dabei für mich, nicht nur auf der Sonnenseite zu stehen, sondern das vor allem gerade. Mein harmonisches Gleichgewichtsgemüt kann schlecht mit Schieflagen umgehen, geschweige denn in einer solchen ausgeruht schlafen.


Das hat am Anfang schon zu Beziehungsstörungen geführt, weil wir uns sowohl beim Einparken, als auch beim Nivellieren nicht immer einig waren.  Jörg , der jede Lage entspannt annehmen kann und meinem seismographischen Spürsinn für Schieflagen weder nachvollziehen, verstehen oder eben wahrnehmen kann...dies erzeugt hin und wieder bei ihm einen kleinen aber konstanten  LageKoller.  Denn immer wieder muss ich nachjustieren, kalibrieren und ich erkenne in diesen Augenblicken, eigentlich bin ich eine verkleidetet Perfektionistin, die in eine Jogginghose geplumpst ist, die zwar locker daher kommt und das Unperferktsein propagiert, aber in der Tiefe ihrer Seele es doch liebt, wenn sich Vorstellung eben auch erfüllen. Ein weiterer Übungsraum, den ich dank unseres mobilen Lebens, fast jedes Wochenende betreten kann. Merci!


Wenn dann alles steht geht es im 1,2,3 Modus weiter. Ich innen...Sitze umgedreht,  Womo BlitzDekoriert, mit SolarKerzen bestückt, Nespressomaschine raus. Jörg aussen: Strom rein, Gas auf, Sat raus. Hinzukommen nur noch temporäre Zusatzaufgaben, wie Thermokleid an, Markise raus, auf Keile rauf, Tisch und Bestuhlung in Position bringen und Lampions angebracht. Heute bleibt es beim einparken und Thermokleid anziehen...


Als wir spät abends in diesem 1,23, Schritt ankern wollten, fuhren wir uns fest, nichts ging mehr, kein Vor und Kein Zurück, ganz zu schweigen von anderen Schieflagen. Denn denn der Platz war sehr stark vereist, der Haumeister war schon at home und die Dame an der Rezeption hatte weder Pickerl noch Splitt... Eine Fußmatte könnte sie anbieten!

Ok, die hatten wir natürlich auch, selbst die Antirutschmatte konnte hier nicht helfen und flog uns im hohen Bogen - beim Versuch wieder Freiheit unter die Füßchen zu bekommen - dermaßen um die Ohren unseres Nachbarn, dass wir dieses Lösungsmodell nicht weiter verfolgten.


Also blieben wir schräg stehen, was soll's hätte ich gerne in aller Gelassenheit gesagt, aber ich war noch im Alltagsmodi, alle Akkus waren tiefentladen. Wollte ich doch meine mobile Basisstation weihnachtlich schmücken, pimpen, dekorieren, um dann gemütlich die nächsten Tage mit NichtsmehrTun zu verbringen. Also erst mal einen Schuldigen suche, Joerg war das einzige mir zur Verfügung stehende Opfer, der Arme...Hinterher habe ich mich gefragt, wer oder was da in mich gefahren ist...? Ein BergMonster?

Morgens um sieben war die Welt wieder in Ordnung, der Anblick wurde focussiert auf den Zauber der Zugspitze und die Sonne lächelte mir zu und flüsterte: Entspann Dich, hole Dein Stühlchen, atme und höre Dir beim Nichtstun zu. Also Stuhl in Pose gebracht Schafsfell rein Decke rauf, Füße hoch...Mein perfekter WinterWeihnachtsMoment!



Wenn nur dieser Berg nicht wäre, denn spätestens ab 14:30 ist Schluss mit der strahlenden Sonnenlaune und die Kälte zieht ein. Unsere Dieselheizung gibt alles und das macht sie wirklich gut. Wir gehen statt auf die Zugspitze auf die wohnmobileigene Couch, schauen alte Filme und wieder raus, was die anderen so machen...


Alpines Kuschelcamping


Abwechselnd suchen wir den Weg nach draußen, für einen kurzen Spaziergang, einen Plausch mit den Nachbarn oder einfach nur zum Sanitär, um uns dann voller Freude in das warme heimelige Stübchen wieder niederzulassen.


Ich liebe diese WinterFaulenzerTage im Wohnmobil, und schon bin ich im WohnFühlModiLaune


Expedition ins Hüttenglück

Am nächsten Tag ging es zu einer Fackelwanderung, erst wollte ich aufgeben, da meine Schuhe zwar warm gefüttert, aber die Sohlen kein Profil mehr zu haben schienen... ich rutschte den eisigen Berg hoch und runter, mit der Fackel in der Hand nicht wirklich erhellend.




Die schweißtreibende Fackelwanderung war dennoch magisch und ich war heilfroh, nicht aufgegeben zu haben. Die Belohnung war ein wunderschöner Abend, den wir auf der Neuneralm gemeinsam mit weiteren 100 Fackelwanderern bei Musi, Vesper & einem kühlen Bier feiern konnten.



Die Zugspitze stand noch auf dem Programm, also warteten wir auf den perfekten Tag, denn die Investition von rund 100 Euro sollte sich lohnen. Der Himmel strahlte so dermaßen um die Wette und es war unser letzter Tag in Grainau, also schwankte ich zwischen Höhenrauch oder Sonnenbaden am Stellplatz. Ich zögerte, zog hinaus und haderte mit mir...denn irgendwie sagte mein Herz mir, lass es! Doch der Verstand sagte mir, Du wolltest es doch, es steht doch auf Deiner Liste...also rafften wir uns noch auf.


An der Bushaltestelle standen bereits Menschenschlangen und warteten auf den Bus, wollen die etwa alle auch dahin? Da hatten wohl auch andere diese Idee bei diesem TraumWetter auf den höchsten Berg Deutschlands zu fahren, gerne mit der neuen spektakulären Seilbahn, die seit dem 22.12.17 erst fuhr.


Diese Massen verfolgten mich bis zur Spitze, also man sollte doch auf sein Herz hören...auch wenn der Verstand was anderes sagt, es bringt nichts nur seine WunschListe abzuarbeiten, wie eine To Do Liste. Botschaft angekommen und das Vorwort für das neue Jahr 2018 steht.




Folge Deinem Herzen!







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Wir sind verliebt in das Reisen mit dem Wohnmobil und irgendwie ist das auch die beste PaarTherapie!

Nicole & Joerg

 

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